Wie trocknet man Tomaten selbst?

Gekaufte getrocknete Tomaten sind recht teuer. Daher lohnt es sich, Tomaten selbst zu trocknen. Für den Trocknungsvorgang wird lediglich etwas Zeit benötigt. Und natürlich ein Backofen oder ein Dörrgerät.

Wie trocknet man Tomaten selbst?Wer Tomaten im eigenen Garten anbaut, der kann beispielsweise einen Teil seiner Ernte trocknen. Und die eigenen Tomaten dadurch geschmacksintensiv konservieren. Getrocknete Tomaten lassen sich hervorragend weiterverarbeiten und verpassen so manchem Gericht den letzten Pfiff. Besonders geeignet zum Trocknen sind reife, weiche Tomaten. Ihr Zuckergehalt in ziemlich hoch, ihr Säuregehalt niedrig und die Tomaten strotzen nur so vor Aroma. In Italien werden die leckeren roten Früchte auf Planen im Freien getrocknet. Meint es die Sonne in unseren Breitengraden gut mit uns, dann wäre dies natürlich die einfachste, wenn auch nicht unbedingt die schnellste Variante. Denn das Trocknen kann einige Tage in Anspruch nehmen. Mit Hilfe eines Backofens oder eines Dörrgeräts geht es bedeutend schneller.

Tomaten im Backofen trocknen: Auf jeden Fall die Backofentür einen Spaltbreit offen lassen

So geht’s: Die reifen Tomaten waschen, trocknen und halbieren. Stielansatz entfernen. Wer möchte, der kann die Tomaten vorab häuten und die gallertartigen Samenstände entfernen. Was aber keinesfalls notwendig ist. Die Tomatenhälften mit der geschnittenen Seite nach oben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech verteilen. Zwischen den Tomatenhälften ungefähr 1 Zentimeter Platz lassen. Die Tomaten mit Meersalz bestreuen. Backofen auf 90 Grad stellen, Bleche reinschieben und die Tomaten für ca. 6 Stunden im Ofen trocknen lassen. Damit die Feuchtigkeit problemlos entweichen kann, einen Kochlöffel oder ein Küchenhandtuch zwischen die Backofentür klemmen. Zusätzlich bindet das Salz im Ofen die Feuchtigkeit. Die Bleche im Backofen regelmäßig rotieren lassen, damit die Tomaten auf den verschiedenen Blechen auch gleichmäßig trocknen können. Während des Trocknens werden die Tomaten nach und nach schrumpelig. Sie sind fertig, sobald sie keine Feuchtigkeit mehr abgeben. Einfach mit dem Finger auf die eine oder andere Tomate drücken. Oder eine Tomate aus dem Ofen holen. Lässt sie sich wie Gummi biegen, dann ist sie ausreichend getrocknet. Die Backbleche aus dem Ofen nehmen und die getrockneten Tomaten auskühlen lassen. Später können die Tomaten zum Beispiel in Dosen gelagert werden. Mit in die Dose sollten unbedingt einige ungekochte Reiskörner. Denn diese binden – ähnlich wie Salz – überschüssige Flüssigkeit. Lecker schmecken getrocknete Tomaten, wenn sie direkt eingelegt werden. Dafür die Tomaten einfach mit frischen oder getrockneten Kräutern mischen und mit gutem Olivenöl übergießen.

Tomaten im Dörrgerät trocknen: Nur reife Tomaten ohne grüne Stellen dürfen rein

So geht’s: Die Tomaten zuerst waschen und trocknen. Nach Wunsch häuten. Stielansätze ganz entfernen. Tomaten nun halbieren. Große Tomaten in ungefähr 5 mm dünne Scheiben schneiden. Wer möchte, der kann den Tomatensamen vorsichtig mit einem Löffel entfernen. Nun die Gitter oder Schalen des Dörrautomaten mit Olivenöl einpinseln. So wird verhindert, dass die Tomaten am Gitter oder an den Schalen festkleben. Die Tomaten anschließend – mit der geschnittenen Seite nach oben – auf die Gitter verteilen. Dabei zwischen den Hälften ca. 1 Zentimeter Platz lassen, damit die Tomaten auch gleichmäßig trocknen können. Die Tomaten nun gut salzen und nach Belieben mit frischen oder getrockneten Kräutern würzen. Bei einer Temperatur zwischen 60 und 75 Grad die Tomaten 8 bis 12 Stunden trocknen lassen. Dabei die Gitter hin und wieder rotieren lassen, damit die Tomaten gleichmäßig trocknen können. Ist die eine oder andere Tomate bereits getrocknet, muss diese schnellstmöglich raus aus dem Dörrgerät, weil sie ansonsten anbrennen könnte. Während des Dörrvorgangs schrumpfen die Tomaten und nehmen ein lederndes, schrumpeliges Aussehen an. Lassen sie sich wie Gummi biegen, dann sind sie fertig. Nach dem Abkühlen können die getrockneten Tomaten beispielsweise in Dosen, Gefrierbeuteln, Vakuumtüten oder Einweckgläsern für lange Zeit gelagert werden.

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