So funktioniert Tomatenanbau auch bei Ihnen zuhause

Der Tomatenanbau in Europa wurde erst ab dem Beginn des 20. Jahrhunderts gewerbsmäßig betrieben. Im 17. und 18. Jahrhundert war die Tomate in erster Linie Zierpflanze und wurde nur vereinzelt zu medizinischen Zwecken genutzt.

Anzucht der Tomaten

Beim Tomatenanbau ist darauf zu achten, dass ein heller und geschützter Standort ausgewählt wirdTomaten sind frostempfindlich und stellen bestimmte Anforderungen bezüglich des Standortes und der Bodenbeschaffenheit. Der Tomatenanbau beginnt mit der Anzucht aus Samen. In einem separaten Beitrag gehen wir auf die Details beim Tomaten aussäen ein.

In heimischen Gefilden herrscht gemäßigtes Klima. Aus diesem Grund ist es erforderlich, die Jungpflanzen zunächst vorzuziehen. Bestens geeignet dafür sind ein abdeckbares Frühbeet, ein Gewächshaus oder spezielle Pflanzkästen. Nach dem Aussäen bilden sich zunächst Keimblätter am Stängel, bevor weiteres Laub ausgebildet wird. Ins Freiland werden die jungen Tomaten erst ausgepflanzt, wenn keine Frostgefahr mehr besteht. Der früheste Termin dafür ist grundsätzlich Mitte bis Ende Mai. Alternativ können Tomatenpflanzen auch ganzjährig im Tomatenhaus angebaut werden.

Standort und Bodenbeschaffenheit beim Tomatenanbau

Beim Tomatenanbau ist darauf zu achten, dass ein heller und geschützter Standort ausgewählt wird. Optimal geeignet ist eine Mauer oder eine Hausfassade mit südlicher Ausrichtung. Da Tomatenpflanzen empfindlich auf Feuchtigkeit reagieren, sollte gegebenenfalls eine Überdachung angebracht werden, um die Tomaten vor anhaltenden Regenfällen zu schützen.

Der Boden sollte mit natürlichem Dünger wie beispielsweise Pferdemist oder Komposterde angereicht werden. Die Nachtschattengewächse bevorzugen kalkhaltige Böden. Im Gegensatz zu anderen Nutzpflanzen können Tomaten mehrere Jahre lang am gleichen Standort angebaut werden.

Ab einer bestimmten Wuchshöhe muss den Pflanzen ein Hilfsmittel zur Verfügung gestellt werden, an dem sie in die Höhe wachsen können. Geeignet sind handelsübliche Pflanzstäbe sowie ein Spalier aus Holz oder Leichtmetall. In der Praxis hat sich auch ein Tomatenturm bewährt, der der Tomatenpflanze optimale Voraussetzungen zum Emporranken bietet. Mit dem Ausbilden der Früchte ab Ende Juni haben die Tomatenpflanzen ein enormes Gewicht zu tragen. Eine Ausnahme bilden Buschtomaten, die vorrangig in die Breite wachsen und deren Aussehen stark an einen Busch erinnert. Dieser Tomatensorte muss keine Rankhilfe zur Verfügung gestellt werden.

Unser Tipp: Die größten Erfolge beim Tomatenanbau verzeichnen Sie, wenn die Nachtschattengewächse ganzjährig im Tomatenhaus wachsen. Das durchgängig warme Klima wirkt sich förderlich auf das Wachstum und die Fruchtausbildung aus. Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie in der Reportage über Tomatenhäuser

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